Was sind die 5 größten, falschen Klischees von Developern?

19/11/2021

5 Minuten Lesedauer

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Langweilig, unsozial und definitiv männlich? Wir entlarven die 5 gängigsten Klischees über Programmierer*innen und und danach wirst du die Berufsgruppe in einem völlig anderen Licht sehen.

Developer zu sein ist sehr vielseitig – je nach Technologie, Branche, Standort, Beschäftigungsstatus und einer Million anderer Faktoren. Da Programmierer*innen in der Popkultur allgegenwärtig sind, gibt es eine Menge Stereotypen und Verallgemeinerungen darüber, wie sie sind und was sie tun.

Um ein realistisches Bild von ihren Aufgaben, Qualitäten und Herausforderungen zu vermitteln, werden wir 5 gängige Klischees über Coder näher analysieren.

1. Developer sind langweilig und ihr Job ist es ebenso

Dies ist vielleicht das populärste Klischee von allen und auch jenes, das nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte. Programmierer*innen können sich nicht so ausdrücken wie ein*e Dichter*in oder ein*e Maler*in, das ist klar. Sie sind eher wie angewandte Künstler*innen, wenn sie an einem besonders schwierigen Problem arbeiten.

Kreatives Problemlösen ist die Nummer 1 Aufgabe von Codern. Im Grunde besteht ihr Job darin, Rätsel zu lösen, die mehrere Lösungen haben können. Stell dir vor, du bekommst einen Hammer, ein Seil und eine Schachtel Streichhölzer um aus einem verschlossenen Haus herauszukommen. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, dieses Rätsel zu lösen und es gibt nicht nur eine einzige Lösung, die als die beste gilt. Zuerst sollte der Weg effektiv sein und können danach Methoden gefunden werden, um diesen eleganter zu machen. Es braucht allerdings vor allem Kreativität um das Rätsel zu lösen, oder? Und dein Stil und deine Persönlichkeit zeigen sich anhand der Art und Weise, wie du es gemacht hast.

Auch die Optimierung von Codes erfordert eine gehörige Portion Kreativität. Zuerst muss der Code funktionieren, wenn dies erledigt ist, kannst du dir Tricks und Techniken überlegen um ihn schneller laufen zu lassen oder weniger Speicher zu verbrauchen. Du kannst auch einen Schritt weiter gehen und überlegen, wie andere Leute deinen Code sehen werden. Das Schreiben von schönen, gut lesbaren Codes ist eine Kunst für sich und eine höchst kreative Tätigkeit.

2. Coder wissen alles über IT

Viele Leute denken, dass man als Programmierer*innen alles über Computer weiß, was es zu wissen gibt. Wenn man so viel Zeit mit einem Computer verbringt, muss man doch alle Geheimnisse dieser mysteriösen Maschine kennen, oder? Nun, nicht wirklich.

Sicher, als Entwickler*in weißt du, wie man mit Computern umgeht und wahrscheinlich kennst du auch einige Tipps und Tricks, um Probleme zu lösen. Aber du bist nicht einmal annähernd ein*e Elektriker*in oder ein*e Ingenieur*in. Wenn die Leute jedoch erfahren, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst, wirst du vielleicht gebeten ein paar Kabel zu kitten, fehlerhafte Anwendungen zu untersuchen oder zu versuchen, alte, überhitzte PCs zu reparieren.

Aber auch ein*e IT-Spezialist*in, welche*r einfach alles reparieren kann, ist ein Mythos. In der IT-Branche gibt es immer weniger Generalisten und auch Developer sind in der Regel eher auf eine bestimmte Spezialisierung ausgerichtet. Du kannst dich auf Webentwicklung, App-Design oder Testautomatisierung konzentrieren. Es gibt wahrscheinlich einen Bereich in dem dein Wissen umfangreicher ist als das deiner Kolleg*innen und das ist eine wunderbare Sache.

Klischee Programmierer

3. Programmierer*innen schreiben nur den Code und sind dann fertig

Die meisten Menschen denken, dass ein Developer einfach einen Code schreibt, auf “Senden” drückt und sich dann ausruht. Aber die Lieferung des Produkts ist nur der Anfang. Wie bei jedem anderen Job auch, gehört zur täglichen Programmierarbeit so viel mehr.

Projekte abzuschließen ist eine Herausforderung für Coder, denn die Programmierung ist nie wirklich abgeschlossen. Es gibt Fehler, die behoben werden müssen. Wahrscheinlich musst du mehrere Wiederholungen durchführen. Der Zeitrahmen der Programmierung ist sehr vage und es besteht immer eine gewisse Ungewissheit darüber, wann sie wirklich abgeschlossen ist.

Das Testen, ob der Code gut funktioniert, ist genauso wichtig wie das Schreiben des Codes. Programmierer*innen können daher viel Zeit damit verbringen, laufende Programme zu aktualisieren und Tests durchzuführen, um Fehler zu finden, nur um zu sehen, ob alles reibungslos funktioniert. Die Behauptung, dass sie fertig sind, wenn der Code fertig ist, ist also reiner Mythos.

Auf DevOps spezialisierter Developer befasst sich auch mit der Förderung und Wartung der Software und haben die Kontrolle über den gesamten Softwareentwicklungszyklus.

Außerdem verbringt ein*e Programmierer*in viel Zeit damit, auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Sie können recherchieren, Ideen austauschen, an Konferenzen teilnehmen oder an Open-Source-Projekten mitarbeiten. Da sich die Technologie ständig weiterentwickelt, müssen Programmierer*innen mit Frameworks, Tools und Bibliotheken Schritt halten, da diese schnell veraltet sind. Als Software-Entwickler*in musst du dein Bestes geben, um dich schnell und effizient an diese Veränderungen anzupassen.

4. Software-Entwickler*innen sind ungesellig

Wenn die Leute an einen typischen Developer denken, stellen sie sich einen Typen vor, der nicht viel redet und den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzt. Für Programmierer*innen war es jedoch schon immer wichtig, dass sie über gute soziale und soziale Fähigkeiten verfügen.

Networking, Collaborations und Präsentationen vor anderen sind nur einige der Dinge, die ein Coder tun muss, um eine solide Karriere aufzubauen. Programmierer*innen sitzen zwar viel an ihren Schreibtischen aber auch ihre soziale Ader kommt dabei nicht zu kurz. Sie arbeiten mit verschiedenen Fachleuten und Teams zusammen, um ein Geschäftsproblem zu verstehen oder den Zeitplan für die Entwicklung eines Produkts auszuarbeiten. Sie arbeiten täglich an gemeinsamen Problemlösungen.

Wir bei Codecool wissen, wie wichtig es für Studierende ist, sich auf die Anforderungen des heutigen Arbeitsmarktes vorzubereiten. Wir haben unsere Kurse entwickelt, um die Ausbildung näher an die Anforderungen und die Kultur der Arbeitswelt heranzuführen. Unsere Student*innen arbeiten in Gruppen aber auch alleine. Bei Codecool können sie erfahren, wie es wirklich ist, in agilen Teams zu arbeiten, sich an die Zusammenarbeit mit anderen zu gewöhnen und vor Kund*innen zu präsentieren.

Bei den Soft Skills legen wir großen Wert auf die Verfeinerung von Präsentations- und Projektmanagementfähigkeiten sowie auf Kommunikations- und Planungsfertigkeiten. Während die meisten Universitäten oder Bootcamps diesen Fähigkeiten nicht viel Aufmerksamkeit schenken, haben wir sie zu einem festen Bestandteil unseres Lehrplans gemacht.

5. Programmieren ist Männersache

Frauen können großartige Programmiererinnen werden, genau wie ihre männlichen Kollegen. Mehr noch, manchmal sind Frauen sogar einfühlsamer, kreativer und kooperativer als Männer. Sie können also eine perfekte Ergänzung für jedes Entwicklungsteam sein.

Obwohl die Technologiebranche immer noch von Männern dominiert wird, findet hinter den Kulissen bereits ein großer Wandel statt. Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile, die es mit sich bringt, Frauen in die Technologiebranche zu bringen und fördern Initiativen, die Frauen den Einstieg in die IT-Welt ermöglichen.

Mit dem CoderGirl-Stipendium wollen wir Mädchen und Frauen eine Chance geben und ihnen das Selbstvertrauen vermitteln, mit dem Erlernen der Technik zu beginnen. Bei Codecool erhalten sie die Möglichkeit, mehrere Programmiersprachen zu erlernen, an lebensnahen Projekten zu arbeiten, wertvolle Hard- und Soft Skills zu entwickeln und eine neue technische Karriere zu starten.

Wir hoffen, dass du dir jetzt ein besseres Bild davon machen kannst, wie es wirklich ist, ein*e Programmierer*in zu sein. Wahrscheinlich macht es mehr Spaß, als du dir vorstellen kannst, oder?

Wenn dir gefällt, was du gelernt hast und du herausfinden möchtest, ob Programmieren etwas für dich ist, setz dich mit uns in Verbindung.

Bei Codecool können wir dich mit unserem Full-Stack-Development-Kurs in einem Jahr in eine garantierte technische Position bringen und dich auf dem Weg dorthin unterstützen.
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Wir beantworten dir all deine Fragen und helfen dir, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

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