5 Gründe, warum Frauen einen Job in der IT wählen sollten

29/07/2022

2 Minuten Lesedauer

Wir wissen, dass Mädchen programmieren können und es liegt uns am Herzen, mehr Frauen in die IT einzuladen. Mit 9 Vortragenden aus 3 europäischen Ländern beleuchtete unsere Veranstaltung zum Frauentag den Wert und die Bedeutung von Frauen in der IT. Wir haben die wichtigsten Statements für dich zusammengefasst.

Frauen in der IT 1

Wenn wir die digitale Welt heute betrachten, sehen wir eine Kombination aus erstaunlichen Fortschritten und längerfristigen Veränderungen.

Einerseits schreitet die Digitalisierung überall in beeindruckendem Tempo voran, insbesondere seit dem Ausbruch der Pandemie.

Auf der anderen Seite ist der Anteil der Frauen in technischen Ausbildungen und IT-Berufen noch immer geringer als jener der Männer. Obwohl es unumstritten ist, dass Frauen hervorragende Programmiererinnen sind, ist die Kluft zwischen den Geschlechtern noch immer sehr real.

Zum Weltfrauentag haben wir uns mit einer Gruppe inspirierender Menschen zusammengesetzt, um Fakten, Top-Trends und ihre persönlichen Geschichten zu diskutieren:

  • Christine Antlanger-Winter, Country Director von Google Österreich
  • Tanja Sternbauer, Co-Founder & Head of Community the female factor in Österreich
  • Hauke Hinrichs, CEO von SMARTRICS in Österreich
  • Claudia Tamasi, Country Managerin bei Codecool Rumänien
  • Lydia Jeschko, Business Development Managerin bei Codecool Austria
  • Iulia Iacob, Leiterin der Mentor*innen bei Codecool Rumänien
  • Dalma Csernok, Full-Stack Developer Studentin & CoderGirl bei Codecool Ungarn
  • Eva Szalai, ehemalige Codecool Studentin & Test Automation Engineer bei Cap Gemini


Moderiert wurde die Veranstaltung von Sigrid Hantusch-Taferner, Country Manager bei Codecool Austria.

1. Jeder kann Programmieren lernen

Dalma Csernok, derzeitige Full-Stack Developer Studentin & CoderGirl bei Codecool Ungarn erinnert sich an ihre ersten Erfahrungen mit dem Programmieren: “Nachdem ich die Universität abgeschlossen und Theaterwissenschaften studiert hatte, wusste ich nicht, was ich tun sollte, also begann ich als Rezeptionistin in einem Hotel zu arbeiten. Für eine kurze Zeit hat mir das ziemlich viel Spaß gemacht, aber ich verlor bald die Motivation und suchte nach neuen Herausforderungen. Einer meiner Kolleg*innen erwähnte eine Website, mit der ich grundlegende Programmierkenntnisse erlernen konnte. Nach ein paar Lektionen merkte ich, dass ich Code schrieb, der funktionierte und es machte mir Spaß. Nach 2 oder 3 Monaten beschloss ich schließlich, meinen Berufsweg zu wechseln.”

Es scheint, dass Dalma mit ihren Unsicherheiten nicht allein ist. Wenn es um Technik geht, sind Frauen oft sehr unsicher, was ihre Fähigkeiten angeht. Und es scheint, dass diese Unsicherheiten meist aus Kindheitserfahrungen stammen.

Weibliche Bewerberinnen haben in der Regel mehr Fragen zu den grundlegenden Fähigkeiten, die für das Programmieren erforderlich sind, zu den Anforderungen der Schule und zum Arbeitsmarkt im Allgemeinen“. – bestätigt Lydia Jeschko, Business Development Manager bei Codecool Österreich. ” Studien zu geschlechtsspezifischen Unterschieden zeigen, dass bereits junge Mädchen ihre Kompetenzen in Bereichen wie Mathematik geringer einschätzen als Burschen. Ebenso haben Studien zur Selbstwirksamkeitstheorie gezeigt, dass Burschen ihre Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften besser einschätzen.

Hauke Hinrichs, Geschäftsführerin von SMARTRICS, führt weiter aus: “Das Problem beginnt schon im Kindergarten, wo wir anfangen, Mädchen anders zu sozialisieren als Jungen und sie auf einen anderen Karriereweg vorbereiten. Ich würde mir wünschen, dass meine Tochter Ingenieurin oder Wissenschaftlerin wird. Wir sollten anfangen, Mädchen so zu behandeln, dass sie ihr volles Potenzial ausleben können, ohne jede Art von Diskriminierung oder Prädestination.”

Eva Szalai, Codecool-Absolventin, erwähnte die eine Fähigkeit, die man jedoch braucht, um im technischen Bereich erfolgreich zu sein. “Man benötigt abstraktes Denken, das ist ein Muss. Wenn man über diese Fähigkeit verfügt stehen einem alle Türen offen. Die Unternehmen sind über die Rekrutierung weiblicher Entwicklerinnen sehr froh.”

2. Deine bisherige Erfahrung geht nicht verloren

Claudia Tamasi, Country Manager bei Codecool Rumänien, erwähnte eine wichtige Erkenntnis: Wenn eine Frau sich entscheidet, einen neuen Weg einzuschlagen, gibt es immer den Gedanken, dass sie wieder bei Null anfangen muss. Aber das ist nicht wahr. Wir hatten eine Studentin, die 10 Jahre im Back-Office einer Bank arbeitete. Sie war besorgt, dass auch sie bei Null anfangen müsste aber ihre Erfahrung wurde zu einem großen Vorteil. Sie entwickelt jetzt Bank Applikationen und nutzt dabei täglich ihre früheren Erfahrungen. Alles, was wir tun, bereichert unsere Persönlichkeit und unsere Fähigkeiten. Unsere Erfahrung geht nicht verloren, wir fügen ihr nur neue Dinge hinzu.”

Tanja Sternbauer, Co-Founder & Head of Community bei female factor in Österreich, führte den Gedanken weiter. “Mit Coding erwirbst du neue Fähigkeiten und verfügst über eine ganz neue Kombination, die dir Türen öffnen wird. Außerdem musst du nicht jeden Tag 12 Stunden am Stück programmieren. Das Programmieren muss nicht einmal dein Hauptberuf sein, denn du wirst diese Fähigkeit in Zukunft wahrscheinlich für verschiedene Berufe brauchen. Wenn du programmieren kannst, wird dich in den nächsten Jahren nichts aufhalten, ganz gleich, welche Art von Job du wählst.

Eine andere Möglichkeit wäre, deinen früheren Job in eine Nebentätigkeit umzuwandeln und neben deinem neuen, flexiblen Job auszuüben.

Eva Szalai war Berufsmusikerin und Musiklehrerin bevor sie bei Codecool anfing. Heute ist sie Test Automation Engineer bei Cap Gemini in Ungarn, aber auch sie hat ihren früheren Beruf nicht aufgegeben. “Ich bin Pianistin und gebe immer noch Konzerte… Ich kann von zu Hause aus mit flexiblen Arbeitszeiten arbeiten, was eine große Hilfe ist. Manchmal habe ich mitten am Tag eine Probe, und das ist in Ordnung, ich kann das machen und trotzdem die Termine einhalten.”

Frauen in der IT 2

3. Gemischte Teams sind effektiver und machen mehr Spaß

Eva genießt die Arbeit in ihrem neuen Team bei Cap Gemini: “In meinem 8-köpfigen Team gibt es drei Frauen, das Geschlechterverhältnis ist also recht gut. Es herrscht gegenseitiger Respekt. Der Aufstieg ist wissensbasiert und messbar, was ein großer Vorteil im Vergleich zur Kunst ist. Wir können von einander lernen. Die produktivsten Teams sind bei Codecool auch die, die am vielfältigsten sind. Männer und Frauen in der Technik haben unterschiedliche Herangehensweisen und unterschiedliche Neigungen. Und Männer schätzen es, Frauen in ihrem Team zu haben, weil sie einen abwechslungsreichen Ansatz und neue Perspektiven haben.

Claudia Tamasi meinte dazu: “Wir sind von Natur aus unterschiedlich, aber wenn wir zusammenarbeiten, ergänzen wir uns gegenseitig.”

Hauke eröffnete das Thema Vielfalt und fuhr mit ihren Erkenntnissen fort. “Nicht nur geschlechtliche Vielfalt, sondern alle Arten sind in Teams wichtig, zum Beispiel religiöse, ethnische, sozio-ökonomische und auch altersmäßige Vielfalt.

Frauen in der IT 3

4. Unternehmen brauchen dringend mehr IT-Fachkräfte

Zum Thema Karriereperspektiven für Frauen in der Tech-Branche führt Claudia Tamasi aus: “Wenn Frauen sich für einen Job in der IT entscheiden, können sie jeden Bereich verfolgen, den sie möchten, es gibt keine Barrieren mehr. Front-End, Back-End, Full-Stack-Entwicklung. Projektleitung. Es gibt eine neue Welt da draußen. Bei Codecool Rumänien gibt es auch junge Frauen und Mütter, die Programmieren lernen. Es wird erwartet, dass dieser Sektor in den nächsten zehn Jahren um etwa 20 % wachsen wird. Daher ist es lukrativ, jetzt einzusteigen, unabhängig von deinem Hintergrund oder deinem Geschlecht. Man muss nur den Mut haben, anzufangen.”

Hauke Hinrichs fügt hinzu, dass die Nachfrage nach weiblichen Entwicklerinnen heute sehr hoch ist: “Wir suchen in diesem Jahr 20 neue Mitarbeiter*innen für unsere IT-Abteilung. Der Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung, und viele Unternehmen kämpfen um die besten Talente – vor allem um junge, talentierte Frauen.

Unseren Referentinnen zufolge ist es wichtig, Frauen dort zu haben, wo Produkte geboren werden und beide Geschlechter in Unternehmensentscheidungen einzubeziehen.

“50 % der Weltbevölkerung ist weiblich. Wenn man Frauen bedienen möchte, müssen auch Frauen im Management vorhanden sein, um Geschäftsentscheidungen zu treffen”. – sagt Tanja Sternbauer. “Das Unternehmen wird auch finanziell besser abschneiden. Ich wundere mich, dass dieser Aspekt teilweise immer noch übersehen wird.”

Um Großes zu schaffen, braucht man diverse Fähigkeiten. Die Mischung von Stimmen, Ideen, Kulturen und Fähigkeiten führt zu besseren Diskussionen, besseren Entscheidungen und besseren Ergebnissen für alle. Teams arbeiten und leisten mehr, wenn sie geschlechtsspezifisch gemischt sind”. – sagt Christine Antlanger-Winter, Country Director von Google Österreich.

Frauen in der IT 4

5. Ein IT-Job könnte dein Traumberuf sein

Manche Frauen verpassen ihren Traumjob nur aufgrund von Vorurteilen oder mangelnder Unterstützung.

“Frauen neigen dazu, andere Seiten des Programmiererberufs zu schätzen, wie zum Beispiel die Unabhängigkeit und Freiheit, die ein solcher Job bietet, im Gegensatz zum hohen Gehalt.” – sagt Lydia Jeschko, Business Development Manager bei Codecool Austria.

Die Arbeit in der IT-Branche ist schnelllebig und einige der bestbezahlten Berufe sind hier zu finden, daher ist der Einstieg sehr lukrativ. Und es gibt die Möglichkeit, in diesen Berufen wirklich etwas zu bewirken; man kann in Positionen aufsteigen, die einen Zweck erfüllen. Vor allem Frauen in der IT-Branche schätzen diesen Aspekt sehr.

“Frauen sind nicht von Status oder einem schicken Büro getrieben. Sie sind eher daran interessiert, einen Zweck zu erfüllen und etwas zu bewirken. Sie wollen einen Beitrag zur Gesellschaft leisten und etwas zurückgeben. Was kann ich hier bewirken und wie kann ich dazu beitragen? Das sind die Fragen, die sich Frauen oft stellen, wenn sie über einen Job nachdenken”. – sagt Tanja Sternbauer.

women in tech 4

Wie man in der IT-Welt startet

Ein Neuanfang in der IT-Branche ist nicht einfach, aber unsere Vortragenden hatten tolle Erkenntnisse für alle jungen Frauen, die eine IT-Karriere in Betracht ziehen. Der wichtigste Faktor ist laut den Podiumsteilnehmerinnen Selbstvertrauen.

“Sei selbstbewusst und schicke einfach eine Bewerbung raus. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man nicht bereit dafür ist und daraus lernt. Aber sei zuversichtlich und probiere es aus. Bewirb dich, besuche eine Programmierschule wie Codecool und starte eine tolle Karriere”. – sagt Hauke.

„Um dein Wissen zu erweitern, musst du aus deiner Komfortzone ausbrechen. Ich habe gelernt, dass es dir nicht hilft, in dieser Zone zu bleiben. Daher mach die Dinge nicht zu kompliziert und versuche, deine Unsicherheiten hinter dir zu lassen”, fügt Dalma Csernok hinzu.

Der zweitwichtigste Faktor ist, eine*n Mentor*in zu haben, auf den/die man sich verlassen kann.

“Leider hatte ich keine*n Mentor*in, als ich anfing. Genau aus diesem Grund wollte ich eine für andere werden. Ich wollte mein Wissen und meine Erfahrung weitergeben, um es anderen leichter zu machen, als es für mich war. – sagt Iulia Iacob, Leiterin der Mentor*innen bei Codecool Rumänien. Mein Rat an Frauen, die eine Stelle im IT-Bereich anstreben, ist, selbstbewusst zu sein, sich selbst zu kennen und eine*n Mentor*in zu finden, der/die dich unterstützt. Sie können wertvolle Erfahrungen und Einsichten über das Navigieren in der IT-Branche weitergeben.”

Nicht zuletzt ist es für den Erfolg von Frauen in der Technologiebranche entscheidend, neugierig und offen für Neues zu bleiben.

“Sei offen für alles. Wenn man viel lernt, kann man verschiedene Lösungen für ein und dasselbe Problem finden. Es gab eine Frau, die sich oft gegen alternative Lösungen sträubte und wurde daher einige Monate später als erwartet eingestellt. Man muss Fragen stellen, denn es ist in Ordnung, wenn man nicht gleich alles weiß. Der größte Unterschied zwischen älteren und jüngeren Kolleg*innen besteht oft darin, dass die Älteren bereits wissen, dass sie keine Antwort haben. Sie sind immer auf der Suche nach den Antworten”, sagt Eva.

Warum Codecool?

Unsere Referentinnen haben darüber gesprochen, was Codecool auszeichnet und warum es sich lohnt, im Full-Stack-Development-Kurs von Codecool programmieren zu lernen. Eva erwähnt dabei die Länge des Full-Stack Development Kurses:

“Was Codecool für mich auszeichnet ist die Dauer. Einige andere Schulen sind zu intensiv, schnell und stark auf ein paar Monate komprimiert. Als aktive Musikerin hätte ich diese Art von Kurs nicht machen können. “

Bei einer so idealen Dauer wird bei Codecool eine breite Palette an Wissen vermittelt, nicht nur Frontend oder Backend.

“Es gibt einem mehr Selbstvertrauen für die Vorstellungsgespräche und mehr Möglichkeiten danach, da man ein komplettes Set an Fähigkeiten erhält. Ich hätte mich auch für Testautomatisierung, Java-Entwicklung oder sogar Frontend-Jobs bewerben können.” – fügt Eva hinzu.

Auch die Flipped-Classroom-Methode hat nach Ansicht von Dalma und Eva einen großen Mehrwert gebracht: “Es hat mir wirklich Spaß gemacht, und es macht absolut Sinn, da ich früher Lehrerin war. Als erstes bekommt man eine Aufgabe und dann bekommt man die Hintergrundmaterialien, die man studieren kann. Aber es ist nicht in Stein gemeißelt, wie man eine Aufgabe zu lösen hat. Wenn du die Lösung auf eine andere Art und Weise finden kannst, dann bist du fertig. Bei Codecool gibt es nie eine Universallösung für ein Problem.”

Claudia fügt diesbezüglich hinzu: “Wir bringen unseren Student*innen praktisch bei, wie man lernt, denn Developer zu sein bedeutet, sich in einem lebenslangen Lernprozess zu befinden. Auch die Qualität ist uns wichtig. Unsere Arbeit ist erst getan, wenn wir einen Job gefunden haben, der dir gefällt. Außerdem kannst du uns in den ersten 10 Wochen kostenlos testen.”


Trau dich!

Es ist nie zu spät, deine Karriere zu ändern. Entscheide dich also für einen coolen Developer Job, wenn du dich für eine zukunftssichere digitale Karriere begeistern kannst.

Wenn du möchtest, dass Codecool dich auf deinem Weg unterstützt, freuen wir uns auf deine Bewerbung.

Kein Grund, sich von einer männerdominierten Branche einschüchtern zu lassen. Sehe es stattdessen als Chance: Wenn wir heute eines gelernt haben, dann, dass Vielfalt die Zukunft ist.

Wir würden uns freuen, dich kennenzulernen und wer weiß, vielleicht wirst du ja unser nächstes CoderGirl. Zur gleichen Zeit im nächsten Jahr arbeitest du dann eventuell schon als Entwicklerin bei einem unserer Unternehmenspartner.

Teile gerne den Beitrag auf..
Facebook
Twitter
LinkedIn

Passende Posts

„Ich hätte nie gedacht, dass ich in 2 Jahren soweit kommen kann“ – Lerne Péter Farkas kennen
Interessierst du dich für die Erfolgsgeschichten...
Karriereweg Softwareentwicklung: Es ist selten zu früh und niemals zu spät
Manchmal muss es nicht einmal ein...
Ich möchte mich bewerben, aber…
Möchtest du mehr über die IT-Programmier-Ausbildung...

Durch die weitere Nutzung unserer Website stimmst du der Verwendung von Cookies und ähnlichen Technologien gemäß unserer Datenschutz und Cookie Richtlinie zu. Du kannst deine Einstellungen in deinem Browsers ändern oder Cookies löschen..